Die Insel Bali ist seit zwei Jahrzehnten die Drehscheiben des Schildkrötenhandels. Die Abnehmer von Fleisch, Schildpatt und Eier sind im Lande selber, aber vorwiegend auf den asiatischen Märkten zu suchen. Um es aber gleich klar zu stellen; Schildkrötenfleisch und Eier ernähren nicht etwas die arme Bevölkerung, sondern sind Privilegien der Wohlstandsgesellschaft. Für die unwissenden Touristen werden Schmuckstücke und Ornamente hergestellt, also unnötige Gegenstände für welche tausende Tiere ihr Leben lassen müssen!
Meeresschildkröten sind nach dem international Artenschutzgesetz streng geschützt, da alle sieben Arten vom Aussterben bedroht sind. Trotz allem nimmt die Zahl der Tiere, die seit über 150 Millionen Jahren die Meere bevölkern, stetig ab. Alleine auf der Insel Bali, wurden bis vor kurzer Zeit pro Jahr noch durchschnittlich 25' 000 Meeresschildkröten auf brutalste Art und Weise geschlachtet.
Auch wenn es zur Zeit "nur" noch ca. 3000 sind, angesichts der Bedrohtheit ist jedes Tier zur Erhaltung der Population wertvoll. Der Schildkrötenmord in Indonesien ist seit kein nationales Problem denn in den Gewässern um Bali gibt seit langem keine handelbaren Schildkröten mehr. Die auf Bali getöteten Tiere werden von den Fängern in ganz Indonesien, Borneo, Malaysia und bis nach Nordaustralien gestohlen. Nach monatelangem Transport mit durchstochenen und gefesselten Vorderbeinen, übereinander gestapelt im Schiffsrumpf, ohne Nahrung und Flüssigkeit, landen sie schlussendlich auf Bali. Hier werden sie in Gehegen zusammengepfercht und warten auf ein schreckliches Ende. Je nach Bestellung werden sie getötet, sei es für den nationalen oder internationalen Markt.
Das Ziel der neuen Kampagne ist möglichst viele Unterschriften, Statements und Protestschreiben zu Sammeln, damit sich die Behörden in Jakarta und auf Bali wieder bewusst werden, die europäischen Taucher und Touristen haben die Bali Sea Turtles nicht vergessen.
In Indonesien, wie auch auf Bali wird zur Zeit um jeden Touristen gekämpft und alles was dem Image schadet, wird sehr ernst genommen.
Wir können also sicher sein bei den offiziellen Stellen auf offenen Ohren zu stossen, doch werden wir diesmal etwas weniger Diplomatie, sondern etwas mehr Druck ausüben.
alle Facten auf www.sos-seaturtles.ch
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